By The Way

Typo­gra­fie und Mate­ria­li­tät

Die Master­ar­beit beschreibt mittels unter­schied­li­cher Medien ein freies Design-Expe­ri­ment, das sich im Laufe der Zeit zu einem modu­la­ren System aus zwei Kompo­nen­ten entwi­ckelt hat: Die selbst­ge­stal­tete, durch 3D-Druck herge­stellte Schrift wird hier­bei mit einer Viel­zahl physi­ka­li­scher Prozesse in Verbin­dung gebracht.

Konzept
Forschungs­grund­lage der Master­ar­beit ist der expe­ri­men­telle Umgang mit Schrift und epheme­ren Stof­fen. Hier­bei wird das Zusam­men­spiel von Typo­gra­fie als ein System aus Zeichen zur Vermitt­lung von Infor­ma­tion in Kombi­na­tion mit selbst­bil­den­den Verän­de­rungs­pro­zes­sen von Mate­rial unter­sucht. Im Fokus steht das daraus resul­tie­rende Gestal­tungs- und Anwen­dungs­pot­zen­tial für verschie­dene Medien.

Umset­zung
Neben einem Expe­ri­men­tier­kas­ten doku­men­tiert das Buch unter ande­rem die Suche nach Konstan­ten für das Expe­ri­ment, die Gestal­tung der Schrift, Studien zu verschie­dens­ten physi­ka­li­schen Phäno­me­nen, die Entste­hung der 3D-Druck-Modelle, sowie die Entwick­lung des eige­nen Labors. Verweise auf die zuge­hö­rige Website zeigen die filmi­sche Insze­nie­rung der Expe­ri­mente.

Durch das modu­lare System aus Schrift und ausge­wähl­ten Mate­ri­al­pro­zes­sen können immer wieder neue Buch­sta­ben­kom­bi­na­tio­nen in einem wech­seln­den Gesamt­ein­druck gene­riert werden. Auf diese Weise erhält die sonst stati­sche und redu­zierte Darstel­lung von Infor­ma­tion eine komplexe und dyna­mi­sche Erschei­nung.

Das Projekt bedient sich bewusst Akzente digi­ta­ler Anwen­dun­gen und über­setzt sie analog. Nicht nur die Akro­nyme der Modelle sind gängige Abkür­zun­gen aus dem Netz­jar­gon, auch der Expe­ri­men­tier­kas­ten ermög­licht eine analoge Simu­la­tion des sonst ausschließ­lich digi­tal ausführ­ba­ren Effek­tes der Zeit­deh­nung (Slow Motion).

Konzep­tion & Gestal­tung
Thomas Wirtz
Super­vi­sion
Prof. Phil­ipp Teufel
Prof. Gabi Schil­lig
Hoch­schule Düssel­dorf
2016